Teil 1: Begegnung
Teil 1 des BEST-Prinzips: Begegnung mit Gott ist der Ausgangspunkt. Hier beginnt es.
Markus Burkhart
2/26/20266 min read


Personen in der Bibel, die Gott begegneten (und verändert wurden)
In der Bibel lesen wir, wie Gott Menschen begegnete und wie Menschen Gott begegneten. Diese Begegnungen haben die Personen und ihr Leben nicht selten grundlegend verändert. Hier ein paar Beispiele:
• Jakob am Jabbok | 1. Mose 32,23-33
• Mose beim brennenden Dornbusch | 2.Mose 3,1 - 4,17
• Hiobs Begegnung mit Gott | Hiob 42,5
• Jesaja vor Gottes Thron | Jesaja 6,1-8
• Maria | Matthäus 1,18-25 | Lukas 2,26-56
• Hirten | Lukas 2,8-17
• Zachäus | Lukas 19,1-10
• Paulus | Apostelgeschichte 9,1-9
Schauen wir uns jetzt die Begegnung von Paulus mit Jesus Chrostus an.
Paulus begegnet Jesus
Bekehrung des Paulus | Apostelgeschichte 9,1-4
1 Saulus schnaubte immer noch Drohungen und Mord gegen die Jünger des Herrn. Auch in Damaskus wollte er die Anhänger der neuen Lehre (des Weges) aufspüren, um sie alle – Männer wie Frauen – in Ketten nach Jerusalem zu bringen. Zu diesem Zweck wandte er sich an den Hohenpriester und bat ihn um Briefe, die er den Synagogen in Damaskus vorlegen wollte. 3 Als er nun nach Damaskus unterwegs war und die Stadt schon fast erreicht hatte, leuchtete plötzlich vom Himmel her ein Licht auf. Von allen Seiten umgab ihn ein solcher Glanz, 4 dass er zu Boden stürzte. Gleichzeitig hörte er, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
Paulus war begabt, er war intelligent, er war absolut überzeugt. Mit ganzer Kraft setzte er sich für seine Überzeugung ein. Mit ganzer Kraft kämpfte er deshalb gegen diese neue Lehre und die Anhänger von Jesus. Kein noch so starkes Argument hätte Paulus vom Glauben an Jesus Christus überzeugen können. Keine biblische Prophetie vermochte ihm klar zu machen, dass dieser Rabbi Jeshua der Messias ist. Es gab 1 Möglichkeit: Eine umwerfende Begegnung mit IHM selbst!
Bekehrung des Paulus | Apostelgeschichte 9,5-9
5 Wer bist du, Herr?, fragte Saulus. Die Stimme antwortete: Ich bin der, den du verfolgst; ich bin Jesus. 6 Doch jetzt steh auf und geh in die Stadt! Dort wird man dir sagen, was du tun sollst. 7 Die Männer, die mit Saulus reisten, standen sprachlos dabei; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. 8 Saulus richtete sich vom Boden auf und öffnete die Augen, aber er konnte nichts sehen. Seine Begleiter mussten ihn bei der Hand nehmen und nach Damaskus führen. 9 Drei Tage lang war er blind, und er ass nichts und trank nichts.
Paulus erlebt Jesus Christus
Völlig überwältigt fragt Paulus: "Wer bist du, Herr?" Es ist für ihn im wahrsten Sinn des Wortes eine umwerfende Begegnung (Vers 4)! Jesus Christus gibt eine erstaunliche Antwort: „Ich bin der, den du verfolgst.“ Jesus Christus identifiziert sich mit der Gemeinde. Er identifiziert sich mit seinen Leuten. Wer die Gemeinde verfolgt, wer gegen die Kinder Gottes vorgeht, der kämpft gegen Jesus! Jesus nimmt das persönlich!
Das Leben von Paulus nahm von diesem Moment an eine totale Wende. Diese Begegnung mit Jesus Christus hat das Leben von Paulus umgeworfen und um 180 Grad gekehrt! Kein Argument hätte ihn überzeugt. Kein theologischer Satz hätte diese Kraft gehabt.
Es blieb nicht bei dieser einen Begegnung. Paulus lebte von da an in Beziehung zu Jesus Christus. Und in dieser Beziehung kam es immer wieder zu Begegnungen mit IHM. In der Apostelgeschichte lesen wir davon - und auch in den Briefen von Paulus.
Wie kommen wir zu einer Begegnung mit Gott?
Die wesentlichen Dinge kannst du nicht machen, sondern nur empfangen.
Aber du kannst dich empfänglich machen. Martin Schleske | Herztöne
Eine Begegnung mit Gott können wir nicht einfach so "produzieren". Das haben wir definitiv nicht im Griff! Doch wir können eine Begegnung mit Gott suchen. Wir können uns danach ausstrecken. Wir können Gott darum bitten. Wir haben gute Chancen, denn es ist Gottes Wunsch, uns immer wieder zu begegnen. In den Evangelien lesen wir, wie Jesus immer wieder die Nähe und die Begegnung mit seinem himmlischen Vater gesucht hat.
Ein erfahrener Pfarrer und theologischer Lehrer wurde gefragt: "Wie lange machst du jeweils deine Stile Zeit?" Seine Antwort hat mich beeindruckt: "Bis ich Gott begegnet bin!"
Eine Begegnung mit Gott haben wir nicht im Griff. Doch wir können uns danach ausstrecken. Matthäus 7,7 ist da für uns eine geniales Versprechen: "Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan."
Gottes Wort
Durch die Bibel, Gottes Wort, spricht Gott zu uns. Das kann ganz allgemein sein - oder auch direkt persönlich in eine konkrete Situtation in unserem Leben.
Gebet
Auch im Gespräch mit Gott, im Gebet, können wir eine Begegnung mit Gott haben,
Begegnung mit Gott individuell
Gott weiss, wer du bist und wie du tickst. Er weiss, wie er dir am besten begegnen kann. Und du weisst, wo die Hindernisse liegen. Du kannst sie wegräumen.
Was geschieht in der Begegnung mit Gott?
Da kann Gott sich bzw. ein Stück seines Wesens offenbaren. Dadurch kommen wir zu einer (neuen) Erkenntnis. Der Heilige Geist iost es, der uns Gottes Wesen und seinen geistlichen Reichtum offenbart.
1. Korinther 2,10: Gott hat es uns offenbart durch den Geist. Denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
Epheser 1,17-19: Ich bitte den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu geben, sodass ihr IHN erkennen könnt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr seht, welche Berufungs-Hoffnung er euch gegeben hat und was für ein reiches Herrlichkeits-Erbe, und wie überwältigend gross die Kraft ist, mit der er an uns, den Glauben-den, wirkt gemäss der Wirksamkeit seiner machtvollen Stärke.
Das Weinstock-Prinzip
Weinstock und Reben als Bild der Beziehung mit Gott
In Johannes 15,1-8 zeigt uns Jesus im Bild vom Weinstock und den Reben wie unsere Begegnung mit Jesus und Beziehung zu IHM sich auswirkt.
Bleib in mir – und du bringst viel Frucht!
Das ist die Botschaft, die Jesus uns gibt.
Haupt-Konzentration und Wirkung
Ein fruchtbares Leben kann niemand von uns aus eigener Kraft hervorbringen. Wenn ich nahe bein Jesus bleibe, wie die Rebe am Weinstock, dann wird Frucht wachsen. Meine Haupt-Konzentration liegt deshalb auf der Beziehung zu Jesus Christus und nicht auf das Frucht-Bringen.
Die Rebe bringt die Frucht, die in ihrer Natur liegt. Und das tut sie nicht aus eigener Kraft. Sie kann es auch nicht. Deshalb bleibt sie im Kontakt mit dem Weinstock. Sie ist mit ihm verwachsen - und alles ist gut.
Das Weinstock-Prinzip passt ausgezeichnet mit dem BEST-Prinzip zusammen.
1. Nähe zu Jesus suchen | Begegnung
Die Begegnung mit Jesus kann ich nicht machen. Doch ich kann seine Nähe suchen. Zu seiner Zeit und auf seine Weise wird mir Jesus Christus begegnen. Die Begegnung mit Gott ist echt, real und wirksam.
2. Erfüllung und Erkenntnis
In der Begegnung mit Jesus werde ich von seinem Wesen berührt und von seinem Geist erfüllt. Wenn ich Jesus begegne, begegne ich auch Gottes Wort. Gottes Wort entzündet mein Herz (vgl. Lukas 24,32 und die Emmaus-Jünger). Aus dieser erfüllenden Begegnung wächst eine neue ERKENNTNIS. Damit befassen wir uns im nächsthen Blog.
3. Wachsendes Vertrauen
Lebe ich mit Jesus Christus, erlebe ich IHN in meinem Alltag. Ich erlebe Jesus wenn ich unterwegs bin, bei der Arbeit und im Kontakt mit Freunden und Nachbarn. Auch in der Gemeinde oder im Hauskreis kann ich Jesus gemeinsam mit andern begegnen und IHN erleben. Das stärkt mein Vertrauen gegenüber ihm.
Auch in Krisen ist Jesus da. Wenn es mir nicht gut geht. Wenn ich zweifle. Wenn Flaute ist. Ich ermutige dich: geh da durch! Verdränge die Kerise nicht. Menschen sind wichtig, die nicht nur einen Schönwetter-Glauben kennen, sondern gelernt haben, im Sturm und im Erdbeben Jesus zu vertrauen.
4. Freude, Ermutigung und Veränderung
Das wachsende Vertrauen führt dazu, dass sich meine Beziehung zu Jesus weiter vertieft und intensiviert. Dadurch wächst meine Freude im Glauben. Wächst meine Freude im Glauben, werde ich gestärkt (vgl. Nehemia 8,10) und ermutigt. Das führt dazu, dass ich weiter dran bleiben möchte. Diese Ermutigung stärkt mich und verändert mich. Das ist das Thema im dritten Teil (SEIN).
5. Handeln
Als von Jesus erfüllte und ermutigte Person, werden auch andere ermutigt, wenn sie mir begegnen. Mein Denken, mein Reden und mein Handeln kommen aus der Verbindung mit Jesus Christus. TUN ist das Thema im 4. Teil.
6. Frucht wächst
In dem allem bekommt Jesus Christus die Gelegenheit in mir, an mir und durch mich zu wirken. Dadurch wächst Frucht: Liebe, Freude, Freude, Geduld, Freundlichkeit, Glaube, Sanftmut, Selbstbeherrschung (Galater 5,22). Es ist ein Segens-Kreislauf!
Die Nähe zu Jesus Christus suche ich immer wieder.
Ich wünsche dir eine lebensverändernde Begegnungen mit Gott!
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