Teil 3: Sein

Im Teil 3 des BEST-Prinzips schauen wir uns an, wie unser SEIN verändert werden kann.

Markus Burkhart

2/27/20266 min read

Wer bist du?

Was gibst du zur Antwort, wenn dich das jemandf fragt?
Überlege dir einen Moment, wer du bist. Überlege dir ein paar Stichworte dazu.

Ist ein Menschwertvoll? Bis du wertvoll?
Gott misst uns Menschen einen sehr hohen Wert bei. Gott hat uns geschaffen und sich über Jahrhunderte und Jahrtausende für uns Menschen eingesetzt. Das tat Gott, obwohl schon die erste Menschen sich gegen ihren Schöpfer auflehnten. Gott blieb dran. Gott gab uns Menschen nicht auf. In Jesus Christus kam Gott selbst zu uns und wurde ein Mensch. Sein Leben, sein Sterben und seine Auferstehung hat für uns die Türe geöffnet, um zurück zu kehren in die Gemeinschaft mit Gott. Gott hjat seine Hand nach uns ausgestreckt. Was ist meine Antwort? Was ist Deine Antwort?

Johannes 1,12: All denen, die ihn (Jesus) aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.

Du darfst SEIN!

Mittlerweile ist das einer meiner Lieblingssätze. Er klingt so einfach - und ist doch so tief. Tatsächlich glauben wir oft die Lüge: "Ich darf nicht einfach so sein". Ich muss etwas leisten, um mir das Recht zu verdienen um zu sein. Ich brauche jemand oder etwas, damit mein Leben komplett ist. Und ich muss schauen, dass niemand merkt, wer ich wirklich bin...

Doch die ganz tiefe Daseinsberechtigung kommt von dem, der uns erschaffen hat. Weil Gott mich wollte, darf ich sein. Ich darf frei werden von äusserem Erwartungsdruck und meinem eigenen inneren Leistungsanspruch. Das kann Realität werden, wenn ich mich wirklich und radikal als Mensch sehe, der von Gott bedingungslos geliebt und angenommen ist.
Dass ich SEIN darf, bedeutet nicht, dass es nicht Bereiche gibt, in denen ich mich noch verändern lasse. Es bedeutet auch nicht, dass ich alles richtig mache. Doch es bedeutet, dass es ein JA gibt, das tiefer geht als all das.

Was denkst du über dich?

Dein Bewusstsein ist die Erkenntnis über dein SEIN. Dieses Bewusstsein ist deine Überzeugung, die wirksam ist in dein Leben hinein. Psychologisch spricht man vom Selbstbild. Unser Selbstbild ist die Art, wie wir uns sehen und einschätzen, die Eigenschaften, die wir uns zuordnen, die Fähigkeiten, die wir uns bescheinigen.

Das Bild, das wir uns von uns selbst machen, ist nicht unbedingt wahr.
Doch es ist mächtig und wirkt in unser Leben hinein.

Wie du dich und andere siehst, beeinflusst, wie du mit dir und mit anderen umgehst.

Das grosse Bild über dich

Hebräer 2,5-8: Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt unterworfen, von der wir reden, 6 vielmehr bezeugt an einer Stelle jemand: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, oder des Menschen Sohn, dass du dich seiner annimmst? 7 Du hast ihn nur ein wenig unter die Engel erniedrigt, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt, 8 alles hast du ihm unter seine Füsse gelegt.

Dein SEIN
• Wer bist du aus deiner Sicht?
• Was denkst du, wer bist du in Gottes Augen?
• Welchen Einfluss hat die Sicht Gottes über dich auf deinen Alltag?

BEST-Prinzip: Suche die Begegnung mit Gott.
Die Begegnung mit Gott wirkt in dir eine neue Erkenntnis.
Diese Erkenntnis zeigt dir, wer Gott ist und wer du bist. Sie verändert deine Sicht über dich und dann dein Leben.
Dein SEIN wird neu.

Bewusst-Sein
Wie du über dich und über Gott zutiefst denkst, diese Überzeugung wirkt auf dein Lebensgefühl und auf dein Selbstwert-Empfinden. Deine Erkenntnis über Gott und über dich hat einen starken Einfluss darauf, wie du das Leben siehst, wie du andern Menschen begegnest und wie du deinen Erfahrungen interpretierst. Das prägt dein Bewusst-Sein.
Wir werden ermutigt und gestärkt, wenn wir erkennen (nicht bloss wissen!) wer wir in Gottes Augen sind und auf welches Ziel wir im Blick auf Gott zu-leben.

Sein und Bewusst-Sein | Selbstbild
Ein Computer hat kein Bewusstsein und auch kein Selbstwert-Gefühl. Menschen schon. Viele Menschen haben Minderwertigkeitsgefühle. Ihr Selbst-Bewusstsein schwächt sie und entmutigt sie. Die Alternative sind nicht psychologische Tricks oder das Ausblenden der Realität. Wir stellen uns der Realität, wer wir sind. Und zwar der Realität aus der Sicht Gottes. Die sehen wir darin, wie Jesus wertschätzend mit Menschen umging. Im Neuen Testament ist das in den Evangelie beschrieben.

Dadurch werden wir ermutigt und gestärkt, durch das, was wir in Gottes Augen sind. Das kann dazu führen , dass wir dankbar werden. So kann auch die Wertschätzung und die Achtung füreinander wachsen. Die Liebe bekommt Freiraum.

Im Folgenden gehen wir innerlich auf eine psychologische Ebene.

Welche psychologischen Elemente formen unser Selbstbild?

Das Selbstbild setzt sich aus verschiedenen Dimensionen zusammen:
• Kognitive Elemente: Vorstellungen von den eigenen Eigenschaften und dem eigenen Wesen.
• Emotional-affektive Elemente: Selbstliebe und Antrieb.
• Wertende Elemente: Selbsteinschätzung und Einstellung zur eigenen Persönlichkeit.
Weitere Stichworte dazu: Selbstachtung / Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen

Selbstbewusstsein: Allgemein wird Selbstbewusstsein als „das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt“ definiert. Das Selbstbild und das Selbstbewusstsein wirken stark in unser Leben hinein. In der Seelsorge/Therapie und im Coaching beschäftigen wir uns nicht selten mit dem Selbstbild und dem Selbstbewusstsein.

Damit das grosse Bild von Gottes Sicht über dich wirksam wird, brauchst du eine geistliche Offenbarung. Die bekommst du in einer Begegnung mit Gott. Du kannst die schönsten und erhebendsten Tatsachen über dich und dein Leben wissen, wenn dir dabei nicht die Augen deines Herzens aufgehen, wird es kaum eine Auswirkung auf dein Leben haben. Der Heilige Geist kann in dir eine neue Erkenntnis über Gott und über dich ins Leben rufen. Du, dein Denken, deine Emotionen und dein Wille werden davon erfasst. Das wird dein Leben verändern.

Wissen über Gott und dich selbst kannst du dir erarbeiten.
Erkenntnis über Gott und dich ist Offenbarung des Heiligen Geistes.
Diese Erkenntnis bewirkt ein neues Bewusst-SEIN.

Du hast eine Wahl!
Erlebnisverarbeitung: Was machst du aus dem allem? Jemand sagte mir: "Du hast immer eine Wahl!" Wenn ich schon die Situation nicht auswählen kann, kann ich wählen, wie ich darin reagiere. Nicht alle Kinder aus dysfunktionalen Familien werden Alkoholiker. Nicht alle Menschen nutzen Situationen um Positives zu lernen. Das vergangene Leben kann nicht verändert werden. Doch was ich daraus mache, sehr wohl! Da ist sehr viel möglich - mehr als manche sich vorstellen!

• Vergebung und Loslassen oder Groll, Rache üben und Täter werden.
• Sich der z.B. Realität oder den Gefühlen in mir stellen oder verdrängen.
• Verantwortung übernehmen oder Opfer bleiben.
• Regiert Dankbarkeit dein Leben? Oder Unzufriedenheit?
Du hast die Wahl!

Auf dem Glaubensweg geschieht die Umwandlung meines Charakters.
So werde ich zu einer geistlichen Persönlichkeit.

Hier zeigt sich, ob meine Beziehung zu Gott und mein Glaube lebendig sind. Sind sie lebendig, wachsen und reifen wir. Wir werden umgewandelt und entfaltet ins Bild Gottes (2.Korinther 3,18). Wir werden einmal sein wie ER (1.Johannes 3,2)!
Was das genau bedeutet, weiss ich noch nicht. Wir werden es erfahren.
Eines weiss ich: Es wird fantastisch sein!

Deine Stellung vor Gott: Vollkommen!
Wer sind wir in Gottes Augen? Wer bist du und wer bin ich geistlich gesehen? Es geht um unsere Stellung, die wir als Gottes Kinder vor Gott und in Gott haben. Das gilt für alle, die geistlich neu geboren sind (Gott wohnt in ihnen).
• Gottes Kind
• Heilige / Heiliger
• Priester / Priesterin
• Botschafter / Botschafterin des Höchsten

Unsere Stellung ist Realiät. Wir reden uns das nicht bloss ein. Doch ist diese Stellung in Gott zu einem grossen Teil noch verborgen. Sie wird sichtbar werden und sich zeigen, dann wenn Jesus wieder kommt (1.Johannes 3,2).
Diese Stellung, die wir jetzt haben, bleibt wie sie ist. Sie wächst nicht mehr. Sie bleibt auch so in der Ewigekeit - doch dann wird sie sichtbar! In diese Stellung wachse ich während meines Lebens hinein. Die Bibel nennt das "Heiligung". Z.B. im Epheserbrief wird dieser Sachverhalt dargestellt.
Epheser 1-3: Unsere Stellung und unsere Berufung, die wir in Gitt haben.
Epheser 4-6: Unser Zustand: Was aus unserer Stellung vor Gott für unser Leben erwächst.

"Herr, lass mich die Wahrheit über mich glauben - wie schön sie auch sei!"

Sich davon erfassen lassen
Offenbarung 1,6: "…und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater..."

Ist dir bewusst, was das heisst? Es geht darum, dass wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, wer wir von Gott her sind. Es geht darum, dass wir erfasst werden davon. Damit das geschehen kann, richte ich mich bewusst darauf aus. Ich suche die Begegnujg mit Gott. Dabei richte ich meinen Blick und meine Konzentration auf diese Zusagen von Gottes Wort auf. Ich esse sein Wort, kaue es, verdaue es. Ich lebe davon. Die Wirkungen werden nicht ausbleiben!

Diese Wirkungen schauen wir uns im nächsten Teil an: das veränderte Denken, Reden und Handeln, das TUN.