Teil 4: Tun
Im letzten Teil des BEST-Prinzips sehen wir, wie unser Denken, Reden und Handeln erneuert wird.
Markus Burkhart
2/28/20268 min read


Was muss ich tun?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn sie über den Glauben an Gott und ihre Beziehung zu IHM nachdenken. Diese Frage stellen sich viele auch dann, wenn sie sich mit dem Inhalt der Bibel befassen. Das BEST-Prinzip zeigt uns jedoch, dass das TUN am Schluss kommt und nicht am Anfang steht. Bis ich ins TUN komme, bis ich aus Überzeugung handle, braucht es einen inneren Prozess.
• Zuerst kommt die Begegnung mit Gott. Das kann auf verschiedene Weise geschehen: Während einer Gebetszeit, beim Lesen in der Bibel, im Lobpreis, im Gespräch mit jemand anderem, in der Stille, angeregt durch die Natur usw.
• Aus dieser Begegnung kommt eine Erkenntnis, die mich berührt. Mein Denken, mein Wille, mein Empfinden werden angerührt und bewegt.
• Das verändert mich. Das prägt mein SEIN.
• Aus diesem veränderten SEIN kommt ein verändertes Verhalten, ein verändertes TUN. Mein TUN besteht im Denken, Reden und Handeln. Kopf, Herz und Hand.
Unser Verhalten ist das Ergebnis eines Weges, den wir mit Gott gehen.
Denn: Wenn Wissen Kraft hätte, würde kein Arzt rauchen.
Wenn Appelle unser Leben grundlegend verändern könnten,
wären wir alle schon perfekt!
Unser Verhalten
Hier sind wir als ganze Person angesprochen:
• Kopf: Denken
• Herz: Reden
• Hand: Handeln
In der Bibel haben wir manche Hinweise und Aufforderungen dazu, wie wir unser Leben gestalten, wie wir denken, was wir reden und tun. Hier als Beispiel in Philipper 4:
• Philipper 4,4-6.8-9: 4 Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! 5 Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. 6 Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. … 8 Im Übrigen, meine Brüder und Schwestern: Richtet eure Gedanken auf das, was als rechtschaffen, ehrbar und gerecht gilt, was rein, liebenswert und ansprechend ist, auf alles, was Tugend heißt und Lob verdient. 9 Und was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut!
Der Heilige Geist und Gottes Wort - Lebendigkeit und Kraft
Z.B. in Philipper 4 lesen wir, was wir denken, was wir sagen und was wir tun können. Gottes Wort zeigt uns Gottes Willen. Doch sofort taucht folgende Frage auf: WIE kann ich das tun, was Gott für mich und mein Leben vorgesehen hat? WIE können sich Gottes Massstäbe und seine Wesensart in meinem Leben verwirklichen?
Dazu hat uns Gott den heiligen Geist gegeben und das von IHM inspirierte Wort, die Bibel. Das ist eine lebendige, kräftige und wirksame Kombination!
Der Heilige Geist ist der Autor von Gottes Wort
• Der Heilige Geist hat Menschen inspiriert. Inspiration ist der Einfluss des Heiligen Geistes auf die Verfasser des Alten und des Neuen Testaments.
• Durch die Inspiration schrieben die Autoren der Bibel die Botschaft Gottes zuverlässig und genau auf (2.Timotheus 3,16 und 2.Petrus 1,21).
• Gottes Wort ist lebendig und kräftig (Hebräer 4,12).
Auslegung & Verwirklichung von Gottes Wort
• Der Heilige Geist hilft uns, das von IHM inspirierte Wort Gottes zu verstehen (Johannes 16,13).
• Der Heilige Geist gibt uns Kraft und Weisheit, um das Wort Gottes auszuleben (Römer 8,14 und Galater 5,22).
Gottes Wort ist ein lebendiges und wirksames Instrument, 2.Timotheus 3,16.17
• Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Was tun wir?
• damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. Wie tun wir es?
Gottes Wille und seine Gebote sind eine Verheissung.
Gott hat uns seine Gebote nicht gegeben, um uns damit zu stressen. Klar, wir erkennen bald, wenn wir ehrlich sind, dass wir Gottes Willen nicht aus uns heraus tun können. So suchen wir seine Nähe. Gott will seine Gebote in uns und durch uns erfüllenl. Das geschieht in der Beziehung zu Gott durch den Heiligen Geist.
Von uns braucht es folgendes:
• Grundsatz-Entscheidung: Ich will!
• Hingabe: Ich vertraue mich Gott an. Ich stele mich IHM zur Verfügung.
• Nahrung: Ich nähre mich aus dem Wort Gottes und aus der Begegnung mit Gott.
• Bereitschaft zur Korrektur und zur Umwandlung: Das kann herausfordernd sein und schmerzhaft. Doch ist es immer befreiend!
• Zeit: Das geht nicht in 2 Minuten. Ich widme mich dem bewusst. Es ist ein Weg, den Gott mit mir geht.
• Es ist mehr möglich, als du denkst!
Bin selber sehr ermutigt durch das, was ich persönlich erlebte und an andern sah.
Eine Überzeugung entwickeln und nähren
Was wir in Philipper 4 lesen, leben wir nicht einfach so aus. Wir leben nicht einfach so, wie wir uns das denken oder wünschen. Wir leben das, was in unserem Herzen stark geworden ist.
Zum Beispiel unser Reden: die Worte, die wir wählen, was wir sagen und wie wir etwas sagen. In Matthäus 12,34 sagt Jesus: "Aus der Fülle des Herzens redet der Mund." Wir können uns eine Zeit lang und in gewissen Situationen "zusammenreissen" und etwas burschikos gesagt "aufs Maul hocken". Wobei "aufs Maul hocken" eine ziemlich schwierige Übung ist…
Wir reden so, wie es in unserem Herzen ist. Wir können nichts hervorbringen, was nicht in uns drin ist. Ab und zu "rutscht" etwas raus, das unserer Kontrolle entglitten ist.
Jesus untermauert das mit Lukas 6,45: "Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund."
Deine Herzensüberzeugung, dein wirklicher, realer Glaube kommt in deinen Worten zum Ausdruck. Daraus wird folgendes klar: es ist praktisch nutzlos, unsere Wortwahl zu verbessern, in dem wir uns stärker kontrollieren oder "zusammenreissen". Unsere Worte verändern sich dann wirklich, wenn unser Herz sich verändert. Unser Herz, unser SEIN verändert sich dann, wenn wir eine neue Erkenntnis gewinnen. Und eine neue, lebendige und aufbauende Erkenntnis gewinnen wir aus der Begegnung mit Gott.
Wenn du ein Problem mit deiner Zunge hast,
liegt es an deinem Herzen.
Dann suche die Begegnung mit Gott.
Dort beginnt es! Und so ist es auch mit dem Denken und dem Handeln.
Es sind bestimmte Schritte, die ich bewusst gehe, bis ich ins Handeln komme.
Es ist wie im Garten mit den Pflanzen. So kann es aussehen:
• Wir lesen, hören oder sehen etwas. „Genau, das will ich tun!"
Im Bild: Ich säe den Samen.
• Wir nähren unser Wissen und entwickeln eine Überzeugung.
Im Bild: Düngen & tränken: eine Pflanze wächst.
• Wir geben der wachsenden Überzeugung weiterhin Nahrung.
Im Bild: Düngen & tränken: die Pflanze wird grösser und stärker.
• Wir nähren die Überzeugung, bis sie stark genug ist und sich gegen alle Widerstände (Gewohnheiten und Gegenargumente) durchsetzt.
Im Bild: Die Pflanze erblüht und bildet Samen. Sie trotzt dem Sturm und der Trockenheit.
• Wir denken, reden und tun, was wir erkannt haben.
Im Bild: Die Pflanze bringt Frucht und vermehrt sich.
DENKEN
Zum TUN, zum Verhalten rechne ich das Denken, das Reden und das Handeln. Denken, Reden und Handeln hängen eng miteinander zusammen. Sie bilden sozusagen die Dreiheit des Verhaltens. Mit dem Reden haben wir uns oben schon etwas befasst. Jetzt kommt das Denken und Handeln.
Ein Abschnitt aus dem Talmud bringt das gut auf den Punkt:
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Metapher DIE ZWEI WÖLFE
Hier haben wir eine Geschichte, die das ebenfalls verdeutlicht.
Ein alter Indianer sitzt mit seiner Familie und seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Sie reden über das Leben mit all seinen Herausforderungen. Da erzählt der Alte von einem Kampf. Es ist ein Kampf, der schon seit langer Zeit in seinem Inneren tobt: Er sagt zu seinem Enkel: „Mein Sohn, dieser Kampf fühlt sich an, als würde er von zwei Wölfen ausgefochten.“ Der eine Wolf ist böse: Er ist der HASS, der Zorn, der Neid, die Anspannung, der Stress, die Ungeduld, die Eifersucht, Sorgen, Schmerz, Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, Schuld, Vorurteile, Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, falscher Stolz und auch das Ego. Der andere Wolf ist gut: Er verkörpert die LIEBE, die Freude, den Frieden, die Gelassenheit, die Geduld, Hoffnung, Heiterkeit und Demut, die Güte, das Wohlwollen, Zuneigung, Grosszügigkeit, die Aufrichtigkeit, Mitgefühl und den Glauben.
Der Enkel denkt über diese Worte nach. Dann schaut er seinen Grossvater an und fragt: “Grossvater, welcher der beiden Wölfe gewinnt?”
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst!“
https://mehrentspannung.de/metapher-die-zwei-woelfe/
Gedankeninhalte überprüfen - behalten - weglegen - nähren
Entmutigendes (achte mal auf deine Selbstgespräche¨!) lassen wir los und ersetzen sie mit Gottes Verheissungen. Sorgen werfen wir auf Gott (1. Petrus 5,7). Es ist eine bewusste Entscheidung, eine bewusste Wahl:
• Was will ich glauben? Was halte ich für wahr? Was sind Lügen, dich ich noch glaube?
• Worauf will ich mein Leben bauen?
• Womit will ich mich beschäftigen?
• Wohin will ich mich ausrichten?
• Was darf mich beeinflussen und prägen?
Wie du auch entscheidest - du wirst davon geprägt werden
Das ist eine ganz einfache Tatsache. Wer dauernd denkt: "Ich kann gar nichts machen! Die Umstände sind schlecht, die Menschen sind gegen mich und Gott meint es auch nicht gut mit mir!" wird kaum ein aktives und ermutigendes Leben führen. Wer sich als unfähig und als Opfer sieht, wird sich nicht weiter entwickeln, wird nicht zur Reife kommen. Er/sie wird im Denken, Reden und Handeln stehen bleiben oder sich gar negativ entwickeln.
"Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht:
Du wirst auf jeden Fall recht behalten."
Henry Ford
HANDELN
Nichts ist so überzeugend wie Liebe
Hast du gewusst, dass die Liebe Gottes DAS Argument ist, das die meisten Menschen überzeugt? Jesus sagt es uns, in Johannes 13,35: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."
Die Liebe unter denen, die Jesus nachfolgen, ist der Beweis, dass sie wirkliche Jünger Jesu sind. Menschen darum herum werden das erkennen. Sie werden es auch feststellen, wenn die Christen keine Liebe haben.
Wir können es auch so sagen: Wenn du und ich unsere Geschwistern wirklich lieben, dann leben wir so, wie es unserer Berufung entspricht. Dann sehen Menschen an uns etwas von Gottes Wesen. Dann sind wir wahre Botschafter Jesu.
Wenn dein Denken zum Guten verändert ist und dein Herz erfüllt ist von Gottes Liebe,
dann kannst du tun, was du willst, es ist heilsam und auferbauend.
1. Korinther 13 zeigt: Die besten Gnadengaben sind ohne Liebe nichts wert. Wenn ich prophetisch begabt bin, wenn ich die höchsten und tiefsten Erkenntnisse habe und ein Glaube der Berge versetzen kann, habe aber keine Liebe, dann bin ich nichts. Ja sogar wenn ich all mein Hab und Gut verschenke und bereit bin zu sterben, habe aber keine Liebe, dann nützt es mir rein gar nichts!
Ist das nicht krass? Ja, das ist es!
Woher bekomme ich die Liebe?
Natürlich von Gott, der Liebe IST (1. Johannes 4,8). Gott schenkt uns nicht nur einen Tropfen Liebe. Nein, ER füllt unser Herz damit! Römer 5,5: "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist."
Die Liebe Gottes ist uns so nahe, wie es näher nicht geht. Gott hat uns grosszügig damit "ausgestattet". Wenn ich in der Beziehung mit Gott lebe und immer wieder die BEGEGNUNG mit ihm suche, dann wirkt Gottes Liebe in mir, an mir und durch mich hindurch. Die Liebe Gottes wird spürbar und sichtbar.
Es ist so, wie wenn du dich der Sonne aussetzt: Du wirst ihre Wärme spüren. Die Sonnen-Strahlen werden deine Haut bräunen. Wenn du dich Gottes Liebe bewusst aussetzt, wird sie dich berühren und verändern.
Lebendiger Glaube
"Machen ist wie wollen - nur krasser!" habe ich irgendwo gelesen. Es gibt einzelne, die denken, es reiche, wenn man wolle. "Der gute Wille ist entscheidend!" Das kann mal sein, wenn jemand etwas wirklich tun wollte, es versuchte, und es dann nicht tun konnte. Wenn ich krank werde, kann ich nicht meinem Freund beim Umzug helfen.
Doch ein lebendiger, echter Glaube wird mein Denken, Reden und Handeln verändern. "An den Früchten erkennt man den Baum" sagte Jesus (Matthäus 12,33). So ist es auch mit dem Glauben. Das Wesen deines Glaubens und seine Lebendigkeit sieht man an dir, wie du bist und daran, wie du denkst, sprichst und handelst.
Es ist mein Wunsch, dass diese Blogs über das BEST-Prinzip, dich entlasten, dich ermutigen und dir helfen, deine Konzentration auf DEN zu richten, der dein Leben und Handeln erneuern kann.
Gott segne und stärke dich.
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